Über meine Arbeit (Interviewauszug)

Wie kam es dazu, dass Du machst, was Du machst?

Auf meinem Weg wurde ich immer wieder dahin gebracht, das zu tun, was ich heute mache: herauszubekommen, wo die Menschen in Unternehmen stehen und was sie brauchen, um weiter zu kommen.

Schon vor meinem Studium habe ich in einem Beratungsunternehmen gearbeitet. Relativ zügig fand ich mich dann in der Kundenähe wieder, fuhr damals mit nach Stuttgart, um beim Kunden die Projektinhalte besser unterstützen zu können. Ich blieb in diesem Unternehmen, bis ich bei NOHETO! anfing. Wo ich wieder in Projekte kam, in denen es darum ging, zu verstehen, was eigentlich fehlt und wie die Unternehmen das erreichen können. In unterschiedlichen Ausprägungen ging es immer um diese Frage. Und wenn ich mich in meiner Laufbahn einmal von diesem Kern entfernt habe, ging alles schwerer und ich bin automatisch wieder da gelandet, wo ich am besten wirken kann. So wurde ich darin ziemlich intensiv geschult.

Was ist das Schöne daran?

Eben dass ich so wirklich wirken kann. Diese Sicherheit, die ich auch brauche für das was ich mache, kommt aus diesem ständigen Trainieren, immer wieder auf einem neuen Level. Dieses Gefühl, wenn mein Gegenüber beginnt, mehr zu verstehen und die Umsetzung greift und der Plan aufgeht – das ist mein Flow. Ich liebe es.

Was ist weniger schön daran?

Es ist manchmal sehr anstrengend, oder besser intensiv. Häufig kommen wir in den Transformationen an Themen, die die Unternehmer, Manager und die ganzen Unternehmen zurückhalten, ausbremsen und letztlich blockieren. Das ist für mein Gegenüber manchmal überraschend und, weil es ja auch immer um die eigene Entwicklung geht, manchmal auch hart. Intensiv eben. Und in solchen Phasen bin ich als Unterstützung nie weg, und daher auch viel in Gedanken bei dieser Aufgabe.

Was braucht es (an persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten) dazu, um das zu tun, was Du tust?

Ein empathisches und analytisches Talent. Und das Training und den Mut, sich auf seine Intuition zu verlassen. Ohne das haben wir in der Komplexität keine Chance.

Ich prüfe, bevor ich einen Auftrag annehme, auch immer: Geht es wirklich und bin ich dafür die Richtige? Nur wenn ich mir sicher bin, mache ich es auch, und dann ganz.

Und was man noch braucht sind Leichtigkeit und Lebensfreude. Wo immer die dann herkommen. Es braucht auch das Gleitenlassen, Vertrauen in den Prozess  und Freude bei der Arbeit und dem Leben an sich. Sonst ist die Arbeit zu intensiv und man kann sie nicht lange gut machen.

Was siehst Du an Veränderungen auf den Bereich zukommen, in dem Du arbeitest?

Als ich mit der Beratung angefangen habe, standen wir in vielen Projekten direkt in Konkurrenz zu den großen internationalen Beratungsunternehmen oder wir kamen danach, um die Strukturen aufzuräumen und zu glätten. Natürlich haben wir schon immer ganz anders gearbeitet. Ich erlebe aber einen Umschwung, der darin liegt, dass die gleichen Prozesse und Vorgehensweisen heute offensichtlicher nicht übertragbar sind. Als letztes kamen eine immer offenere Haltung gegenüber Coaches und eher mentalem Training dazu. Das blieb aber mehr auf der oberen Managementebene. Die klassische Organisationsentwicklung habe ich häufig selbst als nischenhaft erlebt, die etwas praxisfremd daherkommt. Die Synthese von all dem und die Übertragbarkeit auf die Unternehmen ist aber das, was wir für die Zukunft dringend brauchen. Wie diese Art der Beratung aussieht und vor allem, wie sie ohne festgelegte, übertragbare Konzepte den riesigen Bedarf, auch gerade in den Konzernen, stillen soll, dass entwickelt sich gerade und bleibt für uns alle spannend.

Kristina Dörlitz, Gründerin und Geschäftsführerin von „Das Vorzimmer“, interviewt aktuell Personen, die ihre Arbeit gerne und gut machen. Hier ein Auszug aus dem Gespräch mit Nora Möllers.

Die Fragen fand ich wert, sich öfter zu stellen. Was wären Ihre Antworten gewesen?

Bild von Ravi Pinisetti /Unsplash

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Podcast mit Nora Möllers

„Changeprozesse und wie man die Anschlussfähigkeit in Unternehmen sicherstellt“

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